Nun denn Peter,
die Höflichkeit erfordert, dass ich zunächst die abschließende Frage Deines Forumbeitrages beantworte, denn da ich auf dem 3. Rang der Statistik des Forums rangiere gelte ich durchaus als aktiver „Forumsbewohner“ und fühle mich daher direkt angesprochen.
Also, zu meiner Antwort: ich habe mich noch nie an einem DAV Umwelttag in Ettringen oder sonst wo beteiligt und auf Grund des moralingeschwängerten Untertons sowie des vereinsmeiernd geschwungenen Zeigefingers, nach dem Motto „Engagiert euch erstmal fürs Klettergebiet bevor Ihr den Mund aufmacht“ werde ich mich auch in der Zukunft von diesen Veranstaltungen fernhalten.
Diese Umwelttagfrage von Dir ist ein alter Hut, schon 2005 hast Du sie gestellt und von Achim die passende Antwort bekommen – damals waren es die aktiven Kletterer, nach deren Verbleib Du gefragt hast, diesmal despektierlich die „aktiven Forumsbewohner“ und ich kann dir versichern, das beide Gruppen im Großen und Ganzen den gleichen Personenkreis umfassen und dass dieser Personenkreis mehr für die Basaltgruben tut als der DAV an seinen Umwelttagen, mit seinen Hakenspenden usw.
Das ist auch richtig so, denn wie Du schön geschildert hast besteht der DAV nicht nur aus Kletterern, sondern vorwiegend aus Wanderern und Bergsteigern und somit hat der Verein ganz andere Sorgen, als sich mit einer Randgruppe abzutun. Und diese freut sich natürlich, wenn der Verein sich trotzdem ins Klettergeschehen einbringt.
Aber diese wiederkehrenden unbotmäßigen Fragen über unsere Beteiligung bei der Arbeit im Klettergebiet sind keine Werbung für die Sektion Koblenz.
Doch diese Frage war nur die Konklusion Deiner kleinen Werbeveranstaltung für den DAV, Bezug nehmend auf Marcs Ankündigung aus dem DAV auszutreten. Ohne Ihm vorgreifen zu wollen, aber sein Austritt (und der einiger anderer) aus seiner Sektion ist nachvollziehbar und absolut folgerichtig.
Wenn die Sektion Düren und der Landesverband NRW zunächst durch Nichtstun, dann aber durch vorsätzliches Tun, dazu beitragen, dass das Klettern in der Nordeifel bald noch weitere empfindliche Einschränkungen erfahren wird, dann ist es mehr als verständlich, dass die Aktiven, die jahrelang um das Gebiet gekämpft haben ihren Austritt erklären.
Wenn es Dich interessiert was dort im Detail abgelaufen ist, dann wende dich vertrauensvoll an Ernst Hicketier, seine Aktenordner sind prall gefüllt mit der Chronik des Niedergangs der Nordeifel und lassen den Hurra-Patriotismus des DAV sowie die umfängliche Politikerspeisung durch den DAV anlässlich der 100-Jahr-Feier im letzten Herbst mehr als fragwürdig erscheinen.
Wie Du siehst geht es nicht um 4€/Monat, weder ums Sommerloch noch um irgendwelche depressive Verstimmungen, sondern um eine Angelegenheit, die über die Landesgrenze hinaus für Unverständnis sorgt.